Freitag, 20. Oktober 2017
Wiesenstrolche

 

Konzeption

 

 
 

KONZEPTION
 

DER   BESSENBACHER
WALDKRABBELGRUPPE
 

 
 

„WIESENSTROLCHE“
 
 
 

„Wer Schmetterlinge lachen hört,
 
 
der weiß wie Wolken schmecken!“
 
(Carlo Karges)
 
 
GLIEDERUNG:
 
 
 
1.              Grundgedanke
2.              Rahmenbedingungen
2.1        Öffnungszeiten
2.2        Aufnahmekriterien
2.3        Träger und Kosten
2.4        Personal
2.5        Räumliche Gegebenheiten
2.6        Ausrüstung der Kinder und Eltern
3.             Ziele und Grundsätze der pädagogischen Arbeit
 
   
 
 
1. Grundgedanke:
 
Kinder wollen selbstständig lernen. Und das von Geburt an. Sie brauchen Lernprozesse, bei denen Erfahren, Entdecken und Erforschen am Anfang stehen.
Lernprozesse, die Bewegung, Sinneswahrnehmung und Erkenntnis primär, also aus eigenem Tun heraus, verknüpfen.
 
Eine ganzheitliche Begleitung des Kindes kann nicht früh genug beginnen, denn bereits ein Baby weist alle Kompetenzen – seiner Entwicklungsstufe entsprechend – auf. Jedes Baby ist zu einem Dialog fähig, durch Blicke, Gesten, Bewegungen und vorsprachliche Laute. Auch ganz kleine Forscher wollen ihren Wissensdurst selbstständig stillen.
 
Deshalb schicken wir unsere ganz „Kleinen“ zur Früherziehung in den Wald, so können diese in selbsttätiger Auseinandersetzung ihre eigenen Fähigkeiten sowie die der Natur kennen lernen. Dabei bilden das spielerische Entdecken und Erkunden von Pflanzen und Tieren die Grundlage für ein sinnliches Erfahren von Natur und Umwelt.
Ebenso werden die natürlichen Bedürfnisse der Kinder nach gleichaltrigen Spielgefährten und dem Erfahren seiner eigenen Stärken, Schwächen und Grenzen im Spiel mit anderen Kindern ausreichend abgedeckt
 
Während der wöchentlichen Treffen der Waldkrabbelgruppe können die Eltern neue soziale Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und sich Anregungen für ihren Umgang mit den Kindern holen.
 
 
2. Rahmenbedingungen:
 
2.1 Öffnungszeiten:
Die Waldkrabbelgruppe „Wiesenstrolche“ trifft sich jeden Donnerstag  Vormittag von 10.00 – 12.00 Uhr.
(Die Ferienzeiten orientieren sich an den gesetzlichen Schulferien.)
 
2.2 Aufnahmekriterien:
In unserer Waldkrabbelgruppe sind alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr (nicht älter als drei Jahre) mit einem Elternteil (gerne auch Beide) herzlich willkommen.
 
2.3 Träger und Kosten:
Die Waldkrabbelgruppe „Wiesenstrolche“ ist ein zusätzliches Angebot des Waldkindergartens „Waldkinder Bessenbach e. V.“ Dieser Waldkindergarten ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und entstand im Jahre 2000 aus einer Elterninitiative heraus.
Die Finanzierung erfolgt über Kindergarten- und Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse von Gemeinden, dem Freistaat Bayern sowie dem Verein „Waldkinder Bessenbach e. V.“
 
Der Beitrag für die Waldkrabbelgruppe beträgt 20,- Euro monatlich.
 
2.4 Personal:
Unsere „Wiesenstrolche“ werden von Rina Castillo betreut.
Rina wurde 1967 in Bolivien geboren und arbeitet seit 2004 im Waldkindergarten Bessenbach.
Sie ist eine ausgebildete Kinderpflegerin, hat acht Semester Pädagogik studiert und beginnt im Herbst 2010 ihre Zusatzausbildung zur Waldpädagogin.
 
2.5 Räumliche Gegebenheiten:
Die „Wiesenstrolche“ treffen sich jeden Donnerstag auf dem Straßbessenbacher Grillplatz. Von hier aus streifen sie dann durch angrenzende Wiesen, dem Wald und dem nahe gelegenen Steinbruch. Ein eigener kleiner Bauwagen steht den „Wiesenstrolchen“ auch zur Verfügung, um auch bei Regenwetter und Schnee in gemütlicher Wärme zu singen und zu basteln.
 
2.6 Ausrüstung der Kinder und Eltern:
Die Kinder und Eltern sollten der Jahreszeit und den Wetterverhältnissen entsprechende Kleidung und Schuhwerk tragen.
Essen und Trinken werden von zu Hause mitgebracht.
 
3. Ziele und Grundsätze der pädagogischen Arbeit:
 
·        Kennen lernen anderer Eltern zum Erfahrungsaustausch und knüpfen von neuen sozialen Kontakten.
·        Unterstützung der familiären Erziehung durch unsere pädagogische Fachkraft
·        Zusammen mit den Kindern die Natur mit ihren Jahreszeitenwechseln zu erleben.
·        Intensivierung der Eltern-Kind-Beziehung
·        Anregungen zum Singen und Basteln für zu Hause holen
·        Freude am Spiel mit anderen Kindern erfahren
·        Gemeinsames Erlernen und Singen von einfachen Liedern und Reimen
·        Durch das anregende Bewegungsangebot des Waldes wird die Körperwahrnehmung der Kinder verbessert
·        Die Natur lässt die Kinder ihr eigenes Schaffen und Experimentieren entdecken, die Phantasie wird angeregt
·        Die Kinder lernen eigene Bedürfnisse kennen und sie auszudrücken
·        Sie lernen die Bedürfnisse der anderen Kinder zu berücksichtigen
·        Sie erfahren ihre eigenen Grenzen im Spiel mit anderen Kindern und lernen diese auch auszuhalten
·        Wiederkehrende Abläufe miteinander erleben
·        Die Sinneswahrnehmung wird durch den Einfluss der Natur geschult
·        Kennen lernen der Grundzüge der Waldpädagogik
·        Durch das Kennen lernen der anderen Eltern, der anderen Kinder, der Mitarbeiter des Waldkindergartens und auch des Waldgebietes wird den Kindern der Übergang in den Kindergarten erleichtert
 
 
 
Stand Juni 2011